CHEST — Kollektive Intelligenz für Gesellschaft
Eine europäische Innovationsinitiative, die Social Media, Crowdsourcing und kollektive Intelligenz nutzt, um bahnbrechende Lösungen für dringende gesellschaftliche Herausforderungen zu entdecken und zu unterstützen.
CHEST nutzt digitale Plattformen, kollektive Intelligenz und partizipative Mechanismen, um Soziale Innovationen zu entdecken und zu skalieren, die dringende europäische Herausforderungen lösen. Das Projekt schafft ein Ökosystem, in dem Forschende, Soziale Innovatoren und Bürgerinnen als Co-Creator zusammenarbeiten und Wissen sowie Lösungen entwickeln, die akademische Forschung mit praktischen Bedürfnissen von Gemeinden verbinden. Ausgewählte Innovationen erhalten erhebliche Finanzierung, fachliche Betreuung und Netzwerkunterstützung, um echte Wirkung zu erzielen.
Problem & Kontext
Europa steht vor vernetzten Herausforderungen in Nachhaltigkeit, Gesundheit, digitaler Inklusion und sozialer Gerechtigkeit. Um diese wirksam zu lösen, ist nicht nur wissenschaftliche Expertise erforderlich, sondern auch praktisches Wissen von Gemeinden, Zivilgesellschaft und Sozialunternehmern. Doch traditionelle Forschungs- und Fördermodelle erschtießen diese verteilte Intelligenz oft nicht, marginalisieren Grassroots-Lösungen und begrenzen die Wirkung von Innovationen, die Millionen von Menschen nutzen könnten. CHEST reagiert darauf, indem es inklusive Plattformen schafft, auf denen Bürger, Forscher und Innovatoren gleichberechtigt zusammenarbeiten, um Lösungen mit echter gesellschaftlicher Wirkung zu identifizieren und zu entwickeln.
Lösung & Ansatz: Kollektive Intelligenz für Soziale Innovation
CHEST verbindet Digital Social Innovation mit neuen Mechanismen für Partizipation und Finanzierung, um bahnbrechende Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen zu entdecken und zu skalieren:
Verteilte Intelligenz durch offene Aufrufe nutzen
Mehrere strukturierte Aufrufe laden Sozialunternehmer, Innovatoren und Organisationen der Zivilgesellschaft aus ganz Europa ein, Ideen einzureichen. CHEST behandelt diese nicht als passive Antragsteller, sondern als Experten über Gemeindebedürfnisse. Die Plattform ermutigt einen offenen, kollaborativen Bewertungsprozess, bei dem die eingereichten Lösungen durch Community-Feedback und externe Experten bewertet werden.
Digitale Plattformen & kollektive Bewertung
Social-Media- und digitale Plattformen ermöglichen breite Aufmerksamkeit und Bürgerbeteiligung bei der Bewertung und Verbesserung von Ideen. Communities können direkt Feedback geben, Lösungen validieren und ihre Perspektiven zu praktischer Machbarkeit und Wirkung beitragen. Dieser partizipative Bewertungsprozess mobilisiert collective intelligence und stellt sicher, dass ausgewählte Innovationen echte Bedürfnisse adressieren.
Sinnvolle Finanzierung & kontinuierliche Unterstützung
Ausgewählte Innovationen erhalten umfangreiche EU-Finanzierung zur Pilotimplementierung. Darüber hinaus erhalten die Gewinner Mentoring, Netzwerkzugang, Unterstützung bei Geschftsentwicklung und Verbindungen zu potenziellen Implementierungspartnern. Dieser holistischen Unterstützungsansatz ermöglicht echte Skalierung und Wirkung über die Projektlaufzeit hinaus.
Bürger als Wissensbroker befähigen
Durchgehend betont CHEST die Co-Creation mit Interessengruppen, einschließlich Sozialunternehmern, Bürgern und Gemeinschaften. CHEST geht über traditionelle Partizipation hinaus, indem es Bürger als Wissensbroker und Co-Designer einbindet – Menschen, deren praktische Erfahrungen und Gemeinschaftswissen über lokale Herausforderungen unschätzbar sind. Dies ermöglicht echte Co-Design, wo Lösungen in realen Bedürfnissen verankert sind und nachhaltige Wirkungspfade haben.
Wirkung & Ergebnisse
CHEST führte zwei große Innovationskampagnen durch und erhielt hunderte von Vorschlägen aus ganz Europa. Der CHEST Challenge Workshop (Berlin, Juli 2014) brachte Innovatoren, Förder, Entscheidungsträger und Implementierer zusammen, um ausgewählte Innovationen zu beschleunigen. CHEST unterstützte vielfältige Soziale Innovationen, die kritische Herausforderungen in digitaler Inklusion, Umweltschutz, Gesundheit und sozialer Teilhabe adressierten. Die Nutznießer-Projekte reichten von Plattformen für Kreislaufwirtschaft bis zu Instrumenten zur Verbesserung der Bürgerbeteiligung in der Governance.
Bürger beteiligt
Grassroots-Initiativen unterstützt
Seed Funding für Nutznießer
Europäische Länder
EIPCM’s Rolle
EIPCM war ein Forschungspartner und Citizen Engagement Experte im CHEST-Projekt und trug Forschung und strategische Beratung zu partizipativem Design, kollektiver Intelligenz und Bürgerbeteiligung bei. Das Institut brachte Expertise in der Konzipierung und Umsetzung von Mechanismen für sinnvolle Bürgerbeteiligung in Innovationsprozessen ein, insbesondere bei der Strukturierung, wie Bürger und Communities als Wissensbroker und Co-Designer bei der Identifizierung und Entwicklung von Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen partizipieren können.
Die Forschungsbeiträge von EIPCM befassten sich mit kritischen Fragen über wirksame Bürgerbeteiligungsmodelle in Digital Social Innovation-Kontexten: Wie man nachhaltige Partizipation motiviert, wie man Plattformen für sinnvolle Wissens-Co-Creation strukturiert und wie man Bürger aus verschiedenen Hintergründen befähigt, das Projektdesign und die Ergebnisse zu beeinflussen. Diese Erkenntnisse informierten CHESTs Ansatz zur Community-Einbindung, Bewertungsprozessen und der Skalierung ausgewählter Innovationen durch Kooperationsnetzwerke.
Konsortium
Kernpartner
- Engineering Ingegneria Informatica (Koordinator)
- PNO Consulting
- EIPCM (Deutschland)
Assoziierte Partner
- 18 assoziierte Partner
- Technologieanbieter
- Innovationsnetzwerke & Organisationen der Zivilgesellschaft