Forschung am EIPCM
Entwicklung neuartiger partizipativer Systeme & Anwendungen von IKT für eine bessere Gesellschaft
Das European Institute for Participatory Media (EIPCM) ist eine gemeinnützige Forschungsorganisation, die sich der Weiterentwicklung partizipativer Formen der Informations- und Medienerstellung widmet. Wir unterstützen Unternehmen, öffentliche Institutionen und die Zivilgesellschaft dabei, das transformative Potenzial digitaler Partizipation zu nutzen — als Innovationsvermittler, der strenge wissenschaftliche Forschung mit den praktischen Bedürfnissen von Industrie und Nutzergemeinschaften verbindet.
Unsere Forschung basiert auf drei grundlegenden Prinzipien: transdisziplinäre Zusammenarbeit, nutzerzentriertes Design und praxisorientierte Forschung.
Unser Forschungsansatz
Zeitgenössische Herausforderungen lassen sich selten innerhalb der Grenzen einer einzelnen Disziplin bewältigen. Das EIPCM begegnet dieser Realität, indem es seine Arbeit um übergreifende Forschungsthemen organisiert, in denen komplementäre Anwendungsfelder zusammenwirken, um komplexe gesellschaftliche Probleme zu lösen. Durch systematische empirische Erprobung in realen Umgebungen arbeiten wir daran, die wachsende Kluft zwischen akademischer Wissensproduktion und umsetzbaren praktischen Ergebnissen zu schließen.
Zentrale Forschungsthemen
1. Partizipative Systeme
Wir untersuchen, wie die vernetzte Ko-Kreation und das kollaborative Management von Wissen, Produkten und Dienstleistungen in „Wertschöpfungsnetzwerken" effektiv organisiert werden kann — indem Endnutzer mit Fachleuten verbunden werden. Unsere Arbeit untersucht die Synergien zwischen partizipativen Plattformen und Mediensystemen der nächsten Generation, um einen nahtlosen, geräteunabhängigen Informationszugang zu ermöglichen.
2. Wissensvisualisierung
Eine sinnvolle Zusammenarbeit zwischen Akteuren mit unterschiedlichen Zielen und Perspektiven zu ermöglichen, ist eine zentrale Herausforderung für moderne Institutionen. Wir entwickeln technologische Rahmenwerke für die semantische Strukturierung und Visualisierung von Wissens- und Kommunikationsflüssen — um verschiedene Standpunkte für alle Beteiligten lesbar, handlungsfähig und produktiv zu machen.
3. Menschenzentrierte & vertrauenswürdige KI
Ein zentraler Schwerpunkt unserer aktuellen Forschungsagenda ist die Entwicklung von Reflective AI. Wir sind überzeugt, dass die Nutzung der Vorteile von KI bei gleichzeitiger Minimierung ihrer Risiken nicht allein durch regulatorische Rahmenbedingungen erreicht werden kann — es erfordert, Menschen mit den konzeptionellen Werkzeugen auszustatten, um die Folgen von KI-Design zu verstehen und kritisch zu bewerten.
- Mensch-KI-Interaktion & UX: Gestaltung intuitiver, zugänglicher Schnittstellen, die eine selbstbewusste und informierte Zusammenarbeit zwischen Mensch und KI ermöglichen.
- Desinformation & Medienkompetenz: Bekämpfung von Online-Desinformation durch Förderung kritischen Denkens und Vertiefung des öffentlichen Verständnisses für die Rolle der KI in der Gestaltung zeitgenössischer Informationsökosysteme.
Wichtige Anwendungsfelder
Unsere Forschungsthemen werden in mehreren Bereichen operationalisiert, um soziale Innovation voranzutreiben:
- Social Computing: Entwurf und Erprobung von Ansätzen kollektiver Intelligenz in realen Umgebungen — einschließlich Crowdsourcing und Human Computation — die menschliches Urteilsvermögen produktiv mit maschinellen Fähigkeiten verbinden.
- eDemokratie: Erforschung neuer Modelle für Bürgerbeteiligung und politische Bildung, die den horizontalen Dialog zwischen staatlichen Institutionen und der organisierten Zivilgesellschaft fördern.
- Soziale Innovation: Analyse, wie digitale Technologien neue Formen sozialer, kultureller und wirtschaftlicher Interaktion hervorbringen — von Sozialunternehmen bis hin zu Open-Source-Ökosystemen.
- Offene Innovation: Forschung zu kooperativen Geschäftsmodellen, in denen Endnutzer als aktive Mitgestalter von Wertschöpfung in professionellen Netzwerken befähigt werden.
- Digital Humanities: Anwendung digitaler Methoden und semantischer Analyse in der geisteswissenschaftlichen Forschung, die neuartige Muster der historischen Wissensentdeckung ermöglicht.
- Nachhaltigkeit & Wissenschaftskommunikation: Förderung nachhaltiger Praktiken und evidenzbasierter öffentlicher Kommunikation zur Bewältigung globaler Herausforderungen und der breiteren gesellschaftlichen Auswirkungen von KI.
Forschungsprojekte & Publikationen
Unsere wissenschaftlichen Beiträge sind durch ein umfangreiches Portfolio an Projekten und begutachteten Publikationen dokumentiert.
- Ausgewählte Projekte: Reflective AI, SmartH2O (Wassernachhaltigkeit), enCOMPASS (Energieeinsparung) und histoGraph (historische soziale Netzwerkanalyse).
- Publikationen: EIPCM-Forschende publizieren regelmäßig in führenden begutachteten Fachzeitschriften — darunter Sustainability und Energy Informatics — und tragen zu internationalen Spitzenkonferenzen wie CHI, ECIS und HICSS bei.